{"id":4776,"date":"2016-04-08T15:45:06","date_gmt":"2016-04-08T14:45:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.olivierotoscanistudio.com\/?p=4776"},"modified":"2016-04-08T15:45:06","modified_gmt":"2016-04-08T14:45:06","slug":"oliviero-toscani-ich-bin-sozusagen-im-fotostudio-aufgewachsen-interview-in-german-zett-zhdk-ch-06-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.olivierotoscanistudio.com\/?p=4776","title":{"rendered":"Oliviero Toscani: \u00abIch bin sozusagen im Fotostudio aufgewachsen\u00bb (interview in German: zett.zhdk.ch \/ 06.04.2016)"},"content":{"rendered":"<pre>.<\/pre>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/index.php\/2016\/04\/06\/oliviero-toscani\/\">Gallery: 11 Photos<\/a><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der ZHdK-Alumnus \u00fcber seinen Weg zur Fotografie<\/h3>\n<p><strong>Der geb\u00fcrtige Mail\u00e4nder Oliviero Toscani ist einer der bekanntesten Fotografen. Er pr\u00e4gte unter anderem die Marke Benetton. Seine Reise an die Spitze der zeitgen\u00f6ssischen Werbefotografie begann mit einem Brief. Seine Eltern erhielten ihn 1960 vom Direktor der damaligen Kunstgewerbeschule in Z\u00fcrich. Ihr Sohn war aufgenommen worden! Bald darauf setzte sich Oliviero Toscani in einen weissen Austin Kombi Richtung Z\u00fcrich. Am Steuer sass Serge Libiszewski, ein Absolvent der Schule. OLIVIERO TOSCANI erz\u00e4hlt im Folgenden selbst.<\/strong><\/p>\n<p>Ich stamme aus einer Fotografenfamilie. Unser Brot war die Fotografie und die Fotografie das Brot. Ich bin das, was man als ein Kind der Kunst [Figlio d\u2019arte] bezeichnet, und bin sozusagen im Fotostudio aufgewachsen. Mein Vater Fedele war zuerst Gr\u00fcnder der Agentur Publifoto und sp\u00e4ter der Rotofoto, der Fotoagentur des \u00abCorriere della Sera\u00bb.<\/p>\n<blockquote><p><em>Als Kind schmeckten meine H\u00e4nde nach Fixiersalz. Wann immer ich konnte, trieb ich mich in der Dunkelkammer rum.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Meine Schwester Marirosa, elf Jahre \u00e4lter als ich, war die erste Frau in Italien, die den Beruf des Fotoreporters aus\u00fcbte. Sp\u00e4ter gr\u00fcndete sie zusammen mit ihrem Mann Aldo Ballo das bekannte Studio Ballo+Ballo, aus dem viele ber\u00fchmte Fotografien des Designs und der Architektur stammen. Als Kind schmeckten meine H\u00e4nde nach Fixiersalz, denn wann immer ich konnte, trieb ich mich in der Dunkelkammer rum.<\/p>\n<h4><strong>Das Ende der Improvisation \u2013 die Fotografie wird erwachsen<\/strong><\/h4>\n<p>\u00abUm diesen Beruf oder dieses Handwerk auszu\u00fcben\u00bb, sagte mein Vater, \u00abmuss man heute eine professionelle Ausbildung haben. Den Beruf des Fotografen kann man nicht mehr improvisieren, man muss ausgebildet sein.\u00bb Wir sind im Jahr 1960 und ich war 18 Jahre alt. Dem Gymnasium, das mich sehr langweilte, zog ich das Kino vor.<\/p>\n<p>Aldo Ballo sagte mir eines Tages, dass in der Rinascente [italienisches Luxuskaufhaus], f\u00fcr die er auch arbeitete, ein Fotograf, ein gewisser Serge Libiszewski, arbeite. Aldo, der ein grosser Perfektionist war in allem, was er wollte und machte, war sehr fasziniert von der Methodik, der Professionalit\u00e4t und den Resultaten der Arbeiten Libis\u2019. Er sp\u00fcrte in den Arbeiten von Libis auch eine Grundlage einer Berufsausbildung, die es in Italien nicht gab. Aldo, meine Schwester und viele andere Fotografen mussten Schulen besuchen, die nicht auf die Fotografie ausgerichtet waren. Sie alle sind Fotografen geworden, indem sie am Liceo Artistico oder an der Accademia di Brera studierten, was bereits etwas anderes war als die Ausbildung meines Vaters, der als Autodidakt ein Pionier der italienischen Fotografie war.<\/p>\n<h4><strong>Fernziel Vorkurs in Z\u00fcrich<\/strong><\/h4>\n<p>\u00abLibis hat eine Schule f\u00fcr Fotografie in Z\u00fcrich besucht, die Kunstgewerbeschule\u00bb, sagte mir Aldo, \u00abwarum besuchen wir ihn nicht, um uns zu informieren?\u00bb Nach so vielen Jahren, eigentlich einem halben Jahrhundert, erinnere ich mich bestens an den Tag, an dem wir im sechsten Stock der Rinascente an der Piazza del Duomo ankamen, um das Heiligtum, das Mostro sacro, zu besuchen. Wir gingen durch das grosse Fotostudio, und ganz hinten im Halbschatten sass Libis.<\/p>\n<blockquote><p><em>Die Pr\u00fcfung f\u00fcr die Zulassung zum Vorkurs dauerte drei Tage. Ich musste zeichnen, modellieren, gestalten, komponieren, kolorieren, T\u00f6ne und Ger\u00e4usche interpretieren; alles Sachen, die ich noch nie gemacht hatte.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Er inspizierte mich von oben bis unten, und in einem Ton zwischen Verh\u00f6r und Examen fragte er mich, wie alt ich sei und was ich so machte, um mir dann ganz einfach zu sagen, dass ich mich bei der Schuldirektion in Z\u00fcrich vorstellen m\u00fcsse, um eine Zulassung zur Aufnahmepr\u00fcfung zum Vorbereitungskurs zu erhalten. Dieser Vorbereitungskurs w\u00fcrde ein Jahr dauern, und das war der ber\u00fchmte Vorkurs. Mir, der ich \u00aballergisch\u00bb auf Pr\u00fcfungen war, kam das alles etwas kompliziert und schwierig vor, und es wurde mir auch bewusst, dass ich kein Wort Deutsch konnte. Auf jeden Fall ging ich dann nach Z\u00fcrich mit ein paar Fotografien im Portfolio und stellte mich beim Direktor vor, um die Zulassung zur Aufnahmepr\u00fcfung zum Vorkurs zu erhalten.<\/p>\n<p>Ende Februar habe ich dann die Pr\u00fcfung in Deutsch absolviert. Zum Gl\u00fcck gab es ein paar Studenten \u2013 besonders sehr nette Studentinnen \u2013, die mir die Aufgabenstellungen in Franz\u00f6sisch oder Italienisch erkl\u00e4ren konnten. Die Pr\u00fcfung dauerte drei Tage. Ich musste zeichnen, modellieren, gestalten, komponieren, kolorieren sowie T\u00f6ne und Ger\u00e4usche interpretieren; alles Sachen, die ich in der italienischen Schule noch nie gemacht hatte. Auf dem Heimweg in der Eisenbahn dachte ich, dass diese Schule zu viel f\u00fcr mich sei und dass ich diese Pr\u00fcfungen nie bestehen w\u00fcrde, weil ich nicht das Talent dazu h\u00e4tte.<\/p>\n<h4><strong>\u00abEgregio Signor Toscani\u00bb, Ihr Sohn hat bestanden<\/strong><\/h4>\n<p>Als ich mich mit diesem Gedanken abgefunden hatte, weil ich dachte, diese Schule sei zu viel f\u00fcr mich und diese Ausbildung eine Utopie, erreichte uns ein Brief. Absender Kunstgewerbeschule Z\u00fcrich, adressiert an meinen Vater und in Deutsch verfasst. In unserer Familie konnte niemand Deutsch lesen. So kam mein Vater auf die Idee, wir sollten zur Redaktion des \u00abCorriere della Sera\u00bb gehen, um im \u00dcbersetzungsb\u00fcro Unterst\u00fctzung zu bekommen. In einem grossen Raum in der Redaktion sassen die \u00dcbersetzer an einem langen Tisch. Der Deutsch\u00fcbersetzer begann zu lesen: \u00abSehr geehrter Herr Toscani, (\u2039Egregio Signor Toscani\u203a), Wir freuen uns, Ihnen hiermit mitzuteilen, dass Ihr Sohn in die Schule aufgenommen wird \u2026 (\u2039ci rallegriamo di informarla che suo figlio Oliviero \u00e8 stato accettato ai corsi della scuola \u2026\u203a).\u00bb Aus Freude \u00fcber diese Nachricht machte ich einen Purzelbaum auf dem Tisch der \u00dcbersetzer.<\/p>\n<blockquote><p>Libis erz\u00e4hlte mir w\u00e4hrend der ganzen Fahrt eine Reihe von Anekdoten, Geschichten, Erinnerungen, erteilte mir Ratschl\u00e4ge und sprach von Einzelheiten der Schule. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir sogar gesungen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aus meiner Sicht, wissend um die Qualit\u00e4t meiner Pr\u00fcfungsarbeiten, musste den Experten der Schule ein Fehler unterlaufen sein. Entweder hatten sie sich in der Zeile geirrt, als sie die Best\u00e4tigungen verschickten, oder, was ich f\u00fcr plausibler hielt, die Tatsache, dass ich von Libis, einem der f\u00e4higsten Abg\u00e4nger der Schule, einem grossen Experimentator, pr\u00e4sentiert worden war, hatte das Urteil der Lehrer, die, wie ich herausfand, ehemalige Schulkollegen von ihm waren, beeinflusst. Wie man daraus erkennen kann, kann auch in der protestantischen, rigiden, ethischen und moralisti\u00adschen Deutschschweiz die Einf\u00fchrung durch eine wichtige Person von grossem Vorteil sein!<\/p>\n<p>Anfang April reiste ich nach Z\u00fcrich, um meine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule zu beginnen. Wir fuhren im Auto, einem weissen Austin Kombi, und am Steuer sass Serge Libis. Diese Reise bleibt f\u00fcr immer in meiner Erinnerung. Eine Reise meiner zuk\u00fcnftigen Bestimmung entgegen. Libis erz\u00e4hlte mir w\u00e4hrend der ganzen Fahrt eine Reihe von Anekdoten, Geschichten, Erinnerungen, erteilte mir Ratschl\u00e4ge, sprach von Einzelheiten der Schule oder dem Leben in Z\u00fcrich. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir sogar gesungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr zwei N\u00e4chte konnte ich bei seiner Familie unterkommen, und so habe ich auch seine Mutter kennengelernt, eine sehr nette, aber strenge Dame. Der Vater, ein Mann mit schnellem Schritt und einem aufmerksamen Blick, war ein grosser Illustrator. Er realisierte Illustrationen f\u00fcr Modemagazine, bevor diese mit Fotografien bebildert wurden. Auch der Name Libis wurde vom Vater erfunden und nicht von Sergio.<\/p>\n<h4>Zimmersuche und die M\u00e4dchen<\/h4>\n<p>Mittels Anzeigen in der Zeitung half Libis mir bei der Zimmersuche. So fanden wir eine \u00e4ltere Dame, verwitwet und pensioniert, die ein Zimmer zu vermieten hatte. Er garantierte daf\u00fcr dass ich, obwohl ich Italiener war, eine glaubw\u00fcrdige Person sei (oder zumindest sein k\u00f6nne). 1960 waren wir Italiener nicht das Maximum der Zuverl\u00e4ssigkeit \u2013 und vielleicht ist das heute auch noch nicht besser \u2026 Das Zimmer kostete 75 Franken und die alte Dame sagte mir gleich, dass es verboten sei, M\u00e4dchen im Zimmer zu empfangen.<\/p>\n<p>An der Schule, zum Gl\u00fcck, gab es jedoch viele M\u00e4dchen, und sie widerspiegelten den Geist der Klassen, die sie besuchten. Im Vorkurs waren alle fr\u00f6hlich, naiv, frisch und engagiert mit dem Wunsch, rauszufinden, ob sie wirklich kreative Menschen mit Talent seien. Dann, nach der Pr\u00fcfung f\u00fcr die verschiedenen Berufsklassen, wurden sie sicherer, und sie interpretierten die Rollen der einzelnen Berufsrichtungen wie richtige und gute Schauspielerinnen.<\/p>\n<blockquote><p>Die Farben: Schwarz und Weiss und eventuell, wenn es ganz wild wurde, eine Bodoni und ein wenig Rot. Amen.<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Grafikklasse von Josef M\u00fcller-Brockmann waren alle von etwas bleicher Hautfarbe, sie waren eher wortkarg, fast ohne ein L\u00e4cheln. Die Musik, die sie h\u00f6rten, war k\u00fchler Jazz wie Ornette Coleman, das Modern Jazz Quartet oder Thelonious Monk. Diese Musik wurde \u2013 nicht zu laut \u2013 von weissen Braun-Plattenspielern ab Vinylplatten gespielt. Die ganze Klasse war sehr rigoros und k\u00fchl, und vielleicht nur in der Dunkelkammer liessen sie sich etwas gehen. Die einzigen Schriften: Haas Helvetica oder Akzidenz Grotesk. Die Farben: Schwarz und Weiss und eventuell, wenn es ganz wild wurde, eine Bodoni und ein wenig Rot. Amen.<\/p>\n<p>Ganz in Kontrast zu den etwas frigiden M\u00e4dchen der Grafik standen zum Gl\u00fcck die rosigen und offenen M\u00e4dchen der Textilklasse. Sie kreierten wundersch\u00f6ne, weiche, farbige Teppiche. Sie luden einen ein zur Mittagspause in ihr lichtdurchflu\u00adtetes Schulzimmer. \u00c4hnlich waren die stilistisch perfekt informierten und nach der letzten Mode gekleideten M\u00e4dchen der Modeklasse der sch\u00f6nen und sympathischen Lehrerin Elsie Giauque. Hier habe ich auch die ersten Minir\u00f6cke gesehen \u2013 oder vielleicht lag es daran, dass alle so lange Beine hatten.<\/p>\n<p>Intellektuell, stark, an morphologischen Formen interessiert waren die M\u00e4dchen des Innenausbaus, wie diese Klasse hiess. Sie waren von interessanten, innovativen Ideen geleitet oder den neuen anatomischen Formen von Willy Guhl.<\/p>\n<h4><strong>Kinder der 60er-Jahre mit grossen Idealen<\/strong><\/h4>\n<p>In meiner Fotoklasse von Walter Binder waren die M\u00e4dchen fr\u00f6hlich und offen, hatten aber immer eine Rolleiflex um den Hals, was sie etwas distanziert erscheinen liess. Unsere Musik waren die Beatles und die Rolling Stones, ethnische Musik aus Afrika, die Animals und Bob Dylan. Im Gegensatz zur Grafikklasse hatten wir mehr Dunkelkammern, was das Sozialleben f\u00f6rderte.<\/p>\n<blockquote><p>Wir waren die erste Generation von Frauen und M\u00e4nnern, die miteinander gesprochen haben, um sich zu verstehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle M\u00e4dchen der damaligen Kunstgewerbeschule (was f\u00fcr ein moderner und raffinierter Name) hatten etwas gemeinsam, sie kleideten sich fast ausnahmslos in Schwarz. Sie waren zusammen mit den m\u00e4nnlichen Sch\u00fclern Teil der ersten Generation der sexuellen Revolution, die in diesen Jahren entstand. Bewegungen wie \u00abFree Speech\u00bb nahmen ihren Anfang, und wir waren die erste Generation von Frauen und M\u00e4nnern, die miteinander gesprochen haben, um sich zu verstehen. Wir waren Kinder der 60er-Jahre, die erste Generation gepr\u00e4gt durch unabh\u00e4ngige und klare Wertevorstellungen, mit langen Haaren, Rock \u2019n\u2019 Roll im Blut und grossen Idealen.<\/p>\n<p>Grazie ragazze, grazie ragazzi, grazie Kunstgewerbeschule, ich habe mich ausserordentlich vergn\u00fcgt!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.olivierotoscanistudio.com\/\" target=\"_blank\">www.olivierotoscanistudio.com<\/a><\/p>\n<div class=\"cb-tabs\">\n<ul>\n<li class=\"current\"><a href=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/index.php\/2016\/04\/06\/oliviero-toscani\/#\">OLIVIERO TOSCANI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/index.php\/2016\/04\/06\/oliviero-toscani\/#\">SERGE LIBISZEWSKI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/index.php\/2016\/04\/06\/oliviero-toscani\/#\">HINWEIS<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"cb-panes\">\n<div class=\"cb-tab-content\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2277\" src=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DKM_OlivieroToscani_12.jpg\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" srcset=\"http:\/\/zett.zhdk.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DKM_OlivieroToscani_12-300x200.jpg 300w, http:\/\/zett.zhdk.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DKM_OlivieroToscani_12-360x240.jpg 360w, http:\/\/zett.zhdk.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/DKM_OlivieroToscani_12.jpg 640w\" alt=\"Oliviero Toscani (rechts) und Serge Libiszewski an der Er\u00f6ffnung der Ausstellung Sergio Libis im m.a.x. museo in Chiasso, 2010. Foto: \u00a9 Thomas Libiszewski\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/p>\n<p>VON PETER VETTER<\/p>\n<p>___<\/p>\n<p><strong>Oliviero Toscani,<\/strong> Sohn des ersten Fotoreporters des \u00abCorriere della Sera\u00bb, ist 1942 in Mailand geboren und hat von 1961 bis 1965 an der Kunstgewerbeschule Z\u00fcrich seine Ausbildung absolviert. Er ist bekannt als Kreativer, der ber\u00fchmte Marken nachhaltig gepr\u00e4gt hat, darunter beispielsweise Esprit, Chanel, Robe di Kappa, Fiorucci, Pr\u00e9natal, Jesus Jeans sowie Artemide. Als Modefotograf arbeitet er bis heute f\u00fcr Zeitschriften wie \u00abElle\u00bb, \u00abVogue\u00bb, \u00abDonna\u00bb, \u00abGQ\u00bb, \u00abHarper\u2019s Bazaar\u00bb, \u00abEsquire\u00bb und viele weitere. Von 1982 bis 2000 pr\u00e4gte er die Identit\u00e4t, die Kommunikation sowie den Onlineauftritt von United Colors of Benetton und entwickelte Benetton zu einer der wichtigsten Marken der Welt. 1990 schuf und leitete er das wegweisende Magazin \u00abColors\u00bb. 1993 folgte die Gr\u00fcndung der Fabrica, eines Entwicklungszentrums f\u00fcr kreative zeitgem\u00e4sse Kommunikation. 2007 startet Oliviero Toscani mit <a href=\"http:\/\/www.razzaumana.it\/\" target=\"_blank\">\u00abRazza Umana\u00bb<\/a>\u00a0ein Foto- und Videoprojekt \u00fcber die Morphologie der Menschheit mit dem Anspruch, alle Formen des Ausdrucks, physischen Charakteristiken sowie sozialen und kulturellen Aspekte der Menschen zu dokumentieren. Bis heute hat er an diesem Projekt in mehr als hundert Gemeinden in Italien, Israel, Pal\u00e4stina, Japan und Guatemala gearbeitet. Toscanis Arbeiten sind weltweit ausgestellt worden, und er ist Ehrenmitglied des Comitato Leonardo und der European Academy of Sciences and Arts.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. Gallery: 11 Photos &nbsp; Der ZHdK-Alumnus \u00fcber seinen Weg zur Fotografie Der geb\u00fcrtige Mail\u00e4nder Oliviero Toscani ist einer der bekanntesten Fotografen. Er pr\u00e4gte unter anderem die Marke Benetton. 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